Projektbeschreibung:
Zytostatika werden in der Krebstherapie eingesetzt, stellen jedoch aufgrund ihrer krebserzeugenden und mutagenen Eigenschaften ein erhebliches Risiko für das verarbeitende Personal dar. Durch Fehler beispielsweise im Herstellungs- oder Zubereitungsprozess können Kontaminationen der hochwirksamen Substanzen entstehen. Vor diesem Hintergrund werden regelmäßig Wischproben analysiert, um das vorhandene Gefährdungspotential zu ermitteln und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Während die Kontamination von planaren Flächen in pharmazeutischen Umgebungen im Rahmen von Reinigungsvalidierungen regelmäßig Anwendung findet, fehlen bislang standardisierte Methoden zur Probenahme von Zytostatika-Rückständen auf nicht-planaren Oberflächen wie z. B. Medikamentenflaschen. Diese Studie stellt die Entwicklung und Bewertung eines robusten und Verfahrens für unebene Flächen vor. Verschiedene Strategien zur Auftragung und Extraktion werden verglichen, um die Wiederfindungsraten für verschiedene Zytostatika zu optimieren. Auf Basis dieser Studie lassen sich Kontaminationen in der pharmazeutischen Industrie bewerten. Darüber hinaus können Reinigungsvalidierungen auf Medikamentenflaschen durchgeführt werden, um den Schutz von Mitarbeitern in der Herstellung, Apotheken-, Pflegepersonal und Patientinnen dauerhaft zu verbessern.
Gefördert durch:
FuE-Förderung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen – Innovationskompetenz (INNO-KOM), Modul Marktorientierte Forschung und Entwicklung (MF)
Förderkennzeichen: 49MF220106
