Reduktion von Oberflächenkontamination mittels UVC-Bestrahlung (RedOK)
Laufzeit: 01.08.2025 – 31.07.2026
Projektbeschreibung:
In der herstellenden pharmazeutischen Industrie und in verarbeitenden Apotheken kommt es immer wieder zu Oberflächenkontaminationen. Diese entstehen durch eine ungewollte Freisetzung in Folge von Störungen im Herstellungsprozess. Eine effiziente Reinigung ist von der zu reinigenden Oberfläche, der Reinigungslösung und dem Reinigungsverfahren sowie dem Wirkstoff abhängig. In einigen Fällen ist ein rein mechanisches Reinigungsverfahren jedoch nicht ausreichend, sodass Rückstände der toxischen Substanzen auf den Oberflächen verbleiben. Nicht vollständig gereinigte Oberflächen können zu Sekundärkontaminationen, beispielsweise an Verpackungsmaterialien oder Handschuhen, führen und hierüber andernorts Kontaminationen verursachen.
Eine mögliche Erweiterung der chemischen Reinigung ist der Einsatz von physikalischen Verfahren, wie beispielsweise die Bestrahlung mit kurzwelligem Licht. Der UV-Abbau organischer Verbindungen basiert auf der Absorption von hochenergetischer ultravioletter Strahlung, die chemische Bindungen aufbrechen und reaktive Zwischenprodukte erzeugen kann. Bei direkter Photolyse absorbieren organische Moleküle die UV-Strahlung, was zur Spaltung von Bindungen und zum Zerfall in kleinere Fragmente führt.
Durch Oxidation und Zerfall ändern sich die physiko-chemischen Eigenschaften der Rückstände, wodurch die Polarität der Produkte verändert und eine verbesserte mechanische Abreinigung erzielt werden kann.

